Das saubere Geschäft mit dem schmutzigen Gas

Die SGV klärt auf !

ein Artikel von Silvana Stiewe (02.2022)

Viele Deutsche sind wegen der anhaltenden hohen Strom- und Energiepreise besorgt.
Laut dem Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) hat sich der Erdgaspreis für Haushalte um ca. 73% gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Eine Möglichkeit den Gaspreis zu senken, wäre die Gaspipeline Nordstream 2 in Betrieb zu nehmen. Warum passiert das nicht? Dazu ein Blick in die Historie des Nordstream Projekts.

Am 8.9.2005 unterzeichneten Russland und Deutschland eine Absichtserklärung zum Bau einer Gaspipeline durch die Ostsee.  Das Nordstream Projekt wurde als Friedensprojekt zwischen Russland und Westeuropa angesehen.

Die 1224 km lange Pipeline Nordstream 1 ging 2011 in Betrieb und pumpt 55 Mrd. m³ Gas jährlich nach Europa. Unter Angela Merkel wurde 2015, trotz Widerstands seitens der USA, das Nordstream Projekt erweitert.

Nordstream 2 wurde von 2018 bis 2021 gebaut und könnte Gas aus Sibirien nach Europa pumpen.

Diplomatischer Widerstand gegen das Nordstream Projekt zeigten Polen, die Ukraine und die baltischen Staaten, die durch das Projekt ihre Sicherheitsinteressen verletzt sahen. Dazu kommt die USA, die das Nordstream Projekt ablehnen. Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland macht aus dem einst ökonomischem ein rein politisches Projekt für Deutschland.

Anderseits sichern sich die USA einen Vorteil, indem sie unter dem Bundeswirtschaftsminister Habeck Flüssiggas per Schiff nach Europa liefern. Dieses Gas stammt nicht aus natürlichen Vorkommen, sondern wird durch das hochumstrittene Fracking gefördert.

Beim Fracking wird das im Tongestein gebundene Gas unter Einsatz von Wasser, Quarzsand und Chemikalien unter einem Druck von bis zu 1000 bar gefördert. Durch den Flüssigkeitsdruck wird das Gestein aufgesprengt, damit es gasdurchlässig wird. Die zum Teil als wassergefährdend eingestuften Chemikalien und Feststoffe sorgen dafür, dass die entstandenen Risse für die Gasförderung offengehalten werden.

Schon das Fracking steht im direkten Widerspruch zur umweltgerechten Verwendung von Ressourcen. Dazu kommt, dass das Gas per Schiff quer über den Atlantik nach Europa transportiert wird. Damit hat dieses Gas eine weitaus schlechtere CO2- und Umweltbilanz als das aus natürlichen Vorkommen geförderte Gas aus Russland.

Das zeigt deutlich, dass es den Grünen nicht um Klima- und Umweltschutz geht, sondern lediglich um Regierungsmacht. Die CO2-Steuer ist unter diesem Aspekt eine blanke Farce gegenüber den Bürgern!

Außenpolitisch könnte Deutschland eine klare Vermittlerrolle zwischen Russland und der Ukraine einnehmen, damit das Minsker Abkommen wieder eingehalten wird. Damit würde man zwar den USA auf die Füße treten, aber man würde Westeuropa stabilisieren und Europa insgesamt ökonomisch stärken.  Die SGV steht klar zu Nordstream 2 und zu einem erschwinglichen Gaspreis unter Berücksichtigung von Klima- und Umweltschutz und diplomatischen Beziehungen.

Quellen :
https://www.dw.com/de/die-geschichte-des-nord-stream-projekts/a-58634008 
https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-gaspreisanalyse/


Tanken Sie schon Plastikmüll ?!

Wir setzen auf Innovation !

ein Artikel von Silvana Stiewe (02.2022)

In den Jahren 2018/2019 wurde in Deutschland ca. 39 kg Plastikmüll pro Kopf
produziert. 

Damit liegt Deutschland auf Platz 4 in ganz Europa.

Dieser Wert ist laut statistischem Bundesamt 2020 nochmals gestiegen.

Was passiert mit dem Plastikmüll ?

Lediglich 46% des Plastikmülls wurden 2019 werkstofflich wiederverwertet.
53% wurden energetisch verwertet, sprich verbrannt.
Im Jahre 2020 hat Deutschland rund 1 Million Tonnen Kunststoffmüll exportiert, hauptsächlich nach Südostasien.

Anstelle den Plastikmüll zu verbrennen oder zu exportieren, sollte man Plastikmüll nutzen, um Strom und Wasserstoff zu gewinnen. Der Wasserstoff kann unter anderem als Kraftstoff für Autos verwendet werden.

Also warum nicht Plastikmüll tanken.

Doch wie funktioniert das?

In Großbritannien wurde ein Verfahren zur Nutzung von Kunststoffabfällen entwickelt.
Kunststoffabfälle werden bei hoher Temperatur geschmolzen und dann verdampft. Da bei
diesem Prozess kein Sauerstoff zugeführt wird, verbrennt der Kunststoff nicht.

Durch Zugabe von Dampf als Oxidationsmittel entsteht ein energiereiches Synthesegas. Dieses Synthesegas, das einen ähnlichen Heizwert wie Erdgas hat, kann direkt als Brennstoff zur Wärme- und Stromerzeugung z.B. in Gaskraftwerken eingesetzt werden. Auch lässt sich der Wasserstoff aus dem gereinigten Synthesegas gewinnen und kann als Kraftstoff verwendet werden.

Nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland gibt es Innovation.

Ein Müllheizkraftwerk in Wuppertal gewinnt heute schon Wasserstoff aus Restmüll.
2020 wurde die eigene Wasserstofftankstelle des Müllheizkraftwerks in Betrieb genommen.

Mit dem erzeugten Wasserstoff werden u.a. Brennstoffzellen-Linienbusse in Wuppertal betrieben.


Schluss mit der CO2-Steuer

Wir zeigen wie CO2-Reduktion funktioniert !

ein Artikel von Silvana Stiewe (02.2022)

Seit mehreren Jahren gibt es synthetische Kraftstoffe,  die ein enormes Einsparpotential an CO₂ haben.

Warum gibt es dann diese "E-Fuels" nicht an Tankstellen zu kaufen ?

Grund hierfür ist :
  • die deutsche Bürokratie und

  • der Unwille der Bundesregierung ! 

Es dürfen in Deutschland nur Kraftstoffe vertrieben werden, die laut 10.BImSchV (10. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes) die Norm DIN EN 590 erfüllen.
In der DIN EN 590 ist eine Dichte von mindestens 820 kg/m³ für Kraftstoffe festgelegt. Synthetische Kraftstoffe haben eine geringfügig geringere Dichte, bei C.A.R.E Diesel liegt diese bei 770-790 kg/m3 und erfüllt daher die DIN EN 590 nicht.
Synthetische Kraftstoffe sind nach DIN EN 15940 genormt.

Die 10.BImSchV geht auf die DIN EN 15940 jedoch nicht ein, daher dürfen synthetische Kraftstoffe nicht in Reinform in Deutschland vertrieben werden. Allerdings können die E-Fuels den fossilen Kraftstoffen bis zu 26% als Veredlung beigemischt werden. Forschungen, z.B. durch die Firma BOSCH haben gezeigt, dass sich bei der Verwendung z.B. von C.A.R.E Diesel bis zu 65% CO2 einsparen lässt, ohne dass es eine Änderung am Motor bedarf. Laut Statistik waren 2021 in Deutschland 15 060 000 Dieselfahrzeuge (PkW) zugelassen. Daraus ergibt sich eine enormes Einsparpotenzial. 

Daraus ergibt sich eine enormes Einsparpotenzial. 

Ein Dieselfahrzeug generiert 2,65 kg CO2 pro Liter Kraftstoff.
Bei einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 5 Liter/100 km und einer Jahresfahrleistung von ca.15 000 km, multipliziert mit der Anzahl der zugelassenen Dieselfahrzeuge ergibt sich ein jährlicher CO2-Ausstoß von 29,9 Mt (29.931.750 Tonnen).
Durch den Einsatz von C.A.R.E Diesel kann der CO2-Ausstoß auf 10,5 Mt (10.476.112,5 Tonnen) reduziert werden.
LkW, dieselbetriebene Schienenfahrzeuge und Benziner sind hier noch nicht einmal berücksichtigt!

Was ist zu tun ?

Damit in Deutschland z.B. synthetischer Dieselkraftstoff vertrieben und genutzt werden darf, müsste man nur die DIN-Norm für synthetische Kraftstoffe (DIN EN 15940) in den §4 der BImSchV aufnehmen ! 

Damit könnte man sofort und ganz ohne CO2-Steuer etwas für das Klima tun ! 


Quellen: 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/251779/umfrage/bestand-von-pkws-mit-diesel-motor-in-deutschland/
https://www.bundestag.de/resource/blob/660794/dfdee26b00e44b018b04a187f0c6843e/WD-8-056-19-pdf-data.pdf
https://www.bundestag.de/resource/blob/816808/2bc0afbe043f3da08b19b0ded9143019/WD-8-078-20-pdf-data.pdf
https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/benzin-und-diesel/care-diesel/ 

 


Umweltschutz und Energiewende

Ein Artikel von Silvana Stiewe und Bernhard Steffen (04.2021)

Zentrale Themen in der Politik sind derzeit Umweltschutz und Energiewende, wenn auch nur in den Wahlprogrammen der Parteien. Nach anfänglichen Wahlversprechen ist, durch die Koalitionsgespräche der Ampel, nicht mehr viel übrig geblieben. Was jetzt noch umgesetzt werden soll, geht ausschließlich zu Lasten der Verbraucher, was besonders die ärmsten der Armen unter uns treffen wird. Sie tragen die Folgen einer utopischen und unrealistischen Politik.

Um hier aber realistisch etwas bewirken zu wollen, müssen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Gesichtspunkte berücksichtigt werden, dürfen vor allem die Kosten nicht außer Kontrolle geraten.

Es ist uns als Partei ein Anliegen alles in Balance zu halten.

Wie schaffen wir das?

Eine Energiewende muss in mehreren Stufen erfolgen, wobei die Übergänge fließend ausgelegt sein müssen:

Der erste Schritt – ein Beitrag zum Umweltschutz

Als Übergangslösung zu einer klimaneutralen Zukunft muss man als erste Maßnahme bestehende Systeme an neue Technologien koppeln.

Synthetische Kraftstoffe, wie C.A.R.E Diesel und synthetisches Benzin können heute schon großindustriell hergestellt werden [1], [2], und fossile Kraftstoffe ersetzen. Sie könnten zum einen problemlos über das bestehende Tankstellennetzwerk vertrieben werden und sind zum anderen umweltfreundlicher als Diesel und Benzin aus fossilen Quellen.

Langjährige Praxistest zeigen, dass sich mit C.A.R.E Diesel der CO2-Ausstoß eines PKW um 65% reduzieren lässt und jeder Dieselmotor diesen Kraftstoff verträgt [1], [3]. Dies wäre nicht das AUS für Verbrennungsmotoren, sondern eine innovative und umweltfreundliche Alternative. Dies ermöglicht den Zugang zu klimafreundlicherem Personen- und Güterverkehr sowie einer umweltfreundlicheren Logistik. Auch vom Fliegen mit synthetischem Kerosin sind wir nicht mehr weit entfernt [4].

Während die Umstellung der Kraftstoffe sehr schnell erfolgen kann, nehmen die anderen Schritte ein wenig mehr Zeit in Anspruch. Zudem ist eine innovative und ausgeklügelte Planung erforderlich.

Schritt 2 – fließender Umgang mit der Energiewende

Der Strombedarf [5] in Deutschland wird durch zunehmende Digitalisierung, durch Ausbau der Elektromobilität und durch Umstieg auf klimaneutrale Konzepte in der Industrie ansteigen und spielt auch bei der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen eine entscheidende Rolle. Wie wollen wir dies angehen?

Der Ausbau von erneuerbaren Energien aus Wind- und Solarenergie [6] sind nur ein Baustein um den Strombedarf zu decken. Der Ausbau der Windenergie kann durch sogenanntes „Repowering“ [7] erfolgen. Dabei werden alte Windkraftanlagen durch modernere mit höherer Leistung ersetzt. Das führt zu einer größeren Stromausbeute bei weniger Windkraftanlagen. Das Potenzial der Windkraft kann durch Neubau von weiteren Anlagen gesteigert werden [8].

Auch der Ausbau der Photovoltaik, z.B. durch Förderung von innovativen Dachbedeckungen [11] oder auch der Einsatz von transparenten Solarzellen machen Dächer, Fenster und Fassaden zu Kraftwerkten [10]. Selbst kleinste Flächen, wie z.B. auf Straßenlampen oder Lärmschutzwällen könnten genutzt werden. Denkbar ist auch die Förderung von Forschung und Projekten, die Fahrbahnbeläge aus Solarzellen für Straßen, Radwege und Parkplätze nutzen [14].

Neben dem Ausbau von Wind- und Solarenergie stehen in Deutschland weitere Ressourcen zur Verfügung. Die Sanierung und Modernisierung von bestehenden Wasserkraftanlagen stellen eine weitere Quelle zur klimafreundlichen Stromerzeugung dar. Insbesondere kleinere Anlagen tragen zu  einer höheren Netzstabilität bei und vermindern die Kosten zum Netzausbau [9]. Auch hier darf „Repowering“ nicht außer Acht gelassen werden.

Weitere Möglichkeiten bieten Gezeitenkraftwerke [12] und die Weiterentwicklung von Osmosekraftwerken [13], die sich den unterschiedlichen Salzgehalt zwischen Salz- und Süßwasser zur Stromerzeugung zu Nutze machen. Beide Kraftwerksarten sind in Bereich von Flussmündungen denkbar.

 

Schritt 3 – über den Tellerrand in die Zukunft schauen

Eine weitere Herausforderung stellen die ungenutzten Strommengen dar, die durch alternative Energiequellen erzeugt werden. Windkraftanlagen werden bei zu viel Wind zwecks Netzstabilisierung abgeschaltet, und dadurch gehen wertvolle Ressourcen verloren.  „Nutzen statt Abschalten“ ist hier das Ziel. Diese Strommengen können in dezentralen, sogenannten „Power-to-Gas“ Anlagen, zur Herstellung von Wasserstoff und Methan genutzt werden [15]. Methan, das der Hauptbestandteil von fossilem Erdgas ist, könnte so umweltfreundlich erzeugt werden. Auch der Transport beider Gase stellt kein Problem dar, denn beide Gase können als Gemisch in das bestehende Erdgasverteilernetz, das derzeit etwa 511 000 km Leitung und 33 Orte mit Gasspeichern umfasst, eingespeist werden. Erst am Zielort werden beide Gase wieder bedarfsgerecht getrennt [16], [17]. Durch Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur werden Kosten gesenkt und Transportprobleme mit LKW gelöst. Auch der Ausbau eines flächendeckenden Versorgungsnetzes für Tankstellen ist dadurch denkbar [18].

Eine weitere Option zur Wasserstoffherstellung bietet unserer Müll. In Müllheizkraftwerken wird der Strom zur Herstellung von Wasserstoff durch Hydrolyse erzeugt. In dezentralen Wasserstofftankstellen kann der Wasserstoff dann zum einen für den Betrieb von Bussen und Bahnen im ÖPNV oder in der kommunalen Abfallwirtschaft zum Betrieb von Müllfahrzeugen genutzt werden [20].

Die Stromerzeugung aus Biomasse ist ein weiterer Bestandteil auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Seit 2017 wird mit steigender Tendenz Biomethan aus Biomasse erzeugt, das meist vor Ort verstromt wird. Durch die Absenkung der EEG Zulage können viele dieser Anlagen nicht mehr ökonomisch am Strommarkt konkurrieren [19]. Durch Förderung von Anschlusskonzepten zur Reinigung und Einspeisung des erzeugten Biomethans kann der Bestand der Biomasseanlagen erhalten und gleichzeitig der Anteil an fossilem Erdgas reduziert werden.

Im gleichen Maße wie Wasserstoff kann so Methan an Tankstellen, an Industrie und Privathaushalte zur Erzeugung von Strom und Wärme als Brennstoff zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig kann der durch Biogasanlagen erzeugte Strom dezentral genutzt werden.

Schritt 4 – Visionen ernst nehmen, forschen und fördern

Elektromobilität :

Den Umstieg auf reine Elektrofahrzeuge halten wir derzeit für problematisch. Die Akkus der E-Autos enthalten Lithium und Kobalt. Der Abbau beide Rohstoffe in Chile [21] und im Kongo [22] führen zu erheblichen Umweltproblemen und zerstören Existenzen der lokalen Bevölkerung. Auch das Recycling der Akkus führt zu weiteren Umwelt- und Entsorgungsproblemen in Deutschland [23]. Daher sollten neue Zellmischungen für die Akkus entwickelt werden, die ohne Lithium und Kobalt auskommen  [31]. Potential bieten hier z.B. Salzbatterien [32]. Dadurch kann der Umweltschutz auch auf globaler Ebene gefördert werden. Nur so kann der Umstieg auf reine Elektrofahrzeuge gelingen.

 

Zum anderen favorisieren wir den Umstieg auf Fahrzeuge mit Brennstoffzellen. Hier ist nicht die Technologie das Problem, sondern das Fehlen eines flächendeckenden Wasserstofftankstellen-netzwerks, wodurch die deutsche Automobilindustrie eine weitere Entwicklung eingestellt hat [25], [26]. Jedoch ist davon auszugehen, dass deutsche Autobauer die Technologie in ihrem Portfolio haben.

Es gibt bereits serienreife Fahrzeuge mit Brennstoffzelle, jedoch ist der Anschaffungspreis einfach noch zu hoch. Eine Förderung dieser Technologie könnte zum einem Aufschwung in der Automobilindustrie führen. Weiterhin bieten mehrere Fahrzeugmodelle mit Brennstoffzelle mehr Wettbewerb auf dem Markt, wodurch der Anschaffungspreis deutlich sinken würde.

Private Haushalte :

Rein chemisch sind fossiles Heizöl und Dieselkraftstoff identisch. Damit stellt sich die Frage, ob C.A.R.E Diesel als Zwischenlösung in Ölheizungen in privaten Haushalten eingesetzt werden kann. Diese Frage ist derzeit noch nicht beantwortet. Sollte dies möglich sein, ergäbe sich auch beim Thema Heizen ein erhebliches Einsparpotential an CO2. Durch die Nutzung von synthetischem Diesel, Methan oder Wasserstoff als Brennstoff könnte auch der Anteil an Blockheizkraftwerken (BHKW) in Privathaushalten gesteigert werden. Blockheizkraftwerke bieten den Vorteil, dass nicht nur Wärme, sondern auch Strom unabhängig von Photovoltaikanlangen konstant und mit hoher Effizienz erzeugt werden kann [27].

Eine weitere Option bietet die Förderung von Eisspeicherheizungen, insbesondere bei Neubauten. Sie haben richtig gelesen, mit Eis kann man heizen. Eisspeicherheizungen nutzen die frei werdende Erstarrungsenergie des Wassers aus, wenn es gefriert.  Sie sind nicht nur wartungsarm, sondern können gleichzeitig zum Heizen und Kühlen verwendet werden [28], [29].

Energiespeicherung :

Es gibt neue umweltfreundliche Konzepte zur Energiespeicherung, insbesondere in Akkus, die ohne Lithium auskommen. Flussbatterien, die auf Basis von Lignin, welches in großen Mengen als Abfallstoff in der Papier- und Zellstoffindustrie anfällt und verbrannt wird, bietet hier ein erhebliches Potential [30] und sollten gefördert werden.

Salzbatterien bieten eine umweltfreundlichere Alternative zu Lithium-Ionen Akkus [32], [33]. Der Vorteil von Salzbatterien ist, dass sie tiefenladefähig sind und der Rohstoff Kochsalz in großen Mengen zur Verfügung steht.

Das Prinzip der Salzbatterie kann auch in größerem Maßstab angewendet werden, z.B. zur Speicherung von überschüssigem Solarstrom in Salzstöcken. Auch hierzu gibt es Pilotprojekte [34], die man im Auge behalten sollte.

Pumpspeicherkraftwerke können Lastwechsel besser als thermische Kraftwerke abfangen und damit Spitzenlasten im Netz ausgleichen. Bis zum Jahre 2030 können durch Modernisierung, Sanierung und Erweiterung von Pumpspeicherkraftwerke dazu beitragen, dass das Abregeln von Solar- und Windkraftanlagen vermieden werden kann [35], [36].

Eine weitere Alternative bieten Druckspeicherkraftwerke. Die Kompression von Luft kann dazu genutzt werden, um sowohl Strom aus erneuerbaren Energien zu speichern und  im Bedarfsfall durch Expansion der Luft über Turbinen wieder dem Netz als elektrische Energie zur Verfügung zu stellen. Durch Nutzung der Abwärme, die bei der Kompression entsteht (Luftpumpenprinzip), kann der Speicherwirkungsgrad auf 70% gesteigert werden [37].

Fußnoten :
[1] https://www.bosch-presse.de/pressportal/de/de/bosch-geschaeftsfuehrer-fahren-mit-100-prozent-regenerativem-diesel-178240.html

[2] http://www.c3-mobility.de/news/15-400-liter-synthetisches-benzin-aus-gruenem-methanol-erzeugt/
[3] https://www.edi-hohenlohe.de/wp-content/uploads/pdf/CARE-Diesel-broschuere%20deutsch.pdf
[4] https://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-mehr/ein-grosser-schritt-zum-klimaneutralen-fliegen-17114069.html
[5] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256942/umfrage/bruttostromverbrauch-in-deutschland/
[6] https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf
[7] https://www.unendlich-viel-energie.de/erneuerbare-energie/wind/onshore/potenziale-der-windenergie
[8] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/potenzial_der_windenergie.pdf
[9] https://www.bee-ev.de/unsere-technologien/wasserkraft
[10] https://www.lead-innovation.com/blog/wie-transparente-solarzellen-das-fenster-zum-kraftwerk-machen
[11] https://www.eigensonne.de/solardachziegel/
[12] https://www.en-former.com/gezeitenkraftwerke-schottland-nutzt-strom-aus-dem-meer/
[13] https://www.oekoenergieblog.at/2020/08/osmosekraftwerke/
[14] https://www.solarserver.de/2020/03/13/solarstrassen-erzeugen-photovoltaik-strom/
[15] https://www.dvgw.de/themen/energiewende/power-to-gas
[16] https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2021/april-2021/gruener-wasserstoff-transport-im-erdgasnetz.html
[17] https://www.bundestag.de/resource/blob/646488/a89bbd41acf3b90f8a5fbfbcb8616df4/WD-8-066-19-pdf-data.pdf
[18] https://www.pv-magazine.de/2020/06/29/deutschland-mit-84-wasserstofftankstellen-absoluter-spitzenreiter-in-europa/
[19] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020-01-30_texte_24-2020_biogas2030.pdf
[20] https://www.welt.de/wirtschaft/article230537557/Wasserstoff-aus-Muell-Diese-kluge-Loesung-wird-vom-Staat-verhindert.html?fbclid=IwAR3AvSUJn2WipnXbHnrZdAp2rppE5jY9A6KBtRhYwtq_5XN5oNTSM4bZyQc
[21] https://www.dw.com/de/zunehmender-lithium-abbau-verst%C3%A4rkt-wassermangel-in-chiles-atacama-w%C3%BCste/a-52039450
[22] https://www.spiegel.de/politik/ausland/kobaltfoerderung-im-kongo-der-alb-traumstoff-a-bcee9c56-86e5-46b2-8f82-85ccb1104160
[23] https://www.eike-klima-energie.eu/2021/04/21/sogar-noch-frueher-als-erwartet-taucht-es-auf-der-beginn-der-umwelt-katastrophe-durch-die-batterien-fuer-elektro-fahrzeuge/?fbclid=IwAR1ksjdL-Hu9zjXbEnVRH621YibglU1MlV4cSKSswbX5dhEoiNoBckNGorU
[24] https://www.handelsblatt.com/mobilitaet/elektromobilitaet/neue-antriebe-kleine-spruenge-warum-wasserstoff-autos-noch-in-der-nische-unterwegs-sind/26928928.html?ticket=ST-3580053-GiUJmofDESTXSg3iaHoh-ap6
[25] https://www.businessinsider.de/wirtschaft/mobility/die-deutsche-autobranche-streitet-ueber-sinn-und-unsinn-von-wasserstoff-und-droht-den-anschluss-zu-verlieren/
[26] https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-deutschen-autohersteller-sollten-mehr-brennstoffzelle-wagen/26060982.html
[27] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/kleine-blockheizkraftwerke-die-heizung-die-auch-strom-liefert-6007
[28] https://www.haus.de/modernisieren/eisspeicherheizung-kosten-vorteile
[29] https://www.thermondo.de/info/rat/erneuerbare-energie/-eisspeicher/
[30] https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/redox-flow-batterie-so-laesst-sich-strom-speichern-wie-benzin-oder-heizoel/25686784.html
[31] https://www.energie-tipp.de/neue-energie/trends-zukunft/akku-der-zukunft/
[32] https://www.eon.de/de/eonerleben/solarspeicher-alternative--batterie-aus-salz-und-wasser.html
[33] https://praxistipps.focus.de/salzwasserbatterie-als-stromspeicher-der-zukunft-was-sie-darueber-wissen-sollten_110060
[34] https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/die-groesste-batterie-welt-entsteht-in-salzstock/
[35] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/310041/umfrage/wichtigste-pumpspeicherkraftwerke-in-deutschland-nach-installierter-leistung/
[36] https://voith.com/corp-en/VH_Product_Brochure_Energiewende-erfolgreich-gestalten-Pumpspeicherkraftwerken_14_vvk_t3393e_en.pdf
[37] https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/d/druckluftspeicher.html